Regina Zachhalmel

japanischer Gast, 2018
 
Regina Zachhalmel
(geboren 1963 in St. Pölten)

japanischer Gast, 2018 für die Edition women I von art in print

Radierung, Strichätzung kombiniert mit Weichgrundätzung (Textilabdruck) von zwei mal zwei Platten auf Zerkall German Etch Intaglio, gedruckt von Tom Phelan, Blackspot Press Wien

Auflage 33 Exemplare + 5 AP + 2 EP + 1 PP

von der Künstlerin signiert, betitelt und nummeriert, Prägestempel Blackspot Press

Plattengröße jeweils 29,5 x 19,4 cm
Blattgröße 40 x 50 cm

Regina Zachhalmel

1963 // geboren in St. Pölten – lebt und arbeitet in Wien
1990-1996 // Studium an der Akademie der bildenden Künste, Wien
1996 // Diplom für Malerei und Grafik
2003 // Promotion Kunstwissenschaft, Akademie der bildenden Künste, Wien

Auswahl Ausstellungen

2017 // schatten.muster ciene.wzory, ecoart, Wien
Sommerausstellung 2017, rittergallery, Klagenfurt
taktil, kunst:werk, St. Pölten
2016 // Accrochage 2016, rittergallery, Klagenfurt
Sommer 2016 // rittergallery, Klagenfurt
30x30x30, internationale Gruppenausstellung, Galerie zs-art, Wien

Ästhetische Fragestellungen zur Alltags- und Bild-Kultur bilden die Grundlage meiner Arbeiten, wobei zentrale Kategorien des Kunstwerks wie Motiv, Formprozess, Wert, Erscheinungs- und Deutungsbild neu verhandelt werden. In einem künstlerischen Aufwertungsprozess wird meist billig produzierten Ausgangsmaterialien, wie Papierbändern, Stofftaschen oder Dekorstoffen ein eigenständiger Werkcharakter geschaffen. Regina Zachhalmel, 2018

Über die Künstlerin

Regina Zachhalmel geht in ihren Arbeiten von der Wahrnehmung der alltags- und Bild-Kultur aus, wobei zentrale Kategorien des Kunstwerks wie Motiv, Formprozess, Wert, Erscheinungs- und Deutungsbild neu verhandelt werden. Dabei entstehen Versuchskonstellationen, die überkommene Traditionen in Produktion und Rezeption bewusst infrage stellen. Eigenwilligkeit und Unkontrollierbarkeit im Sinne des Zufälligen sind bewusst provozierte Bestandteile der Werkzyklen.

Von primärem Interesse ist aber nicht das Motiv an sich, sondern vielmehr das, was damit in der künstlerischen Auseinandersetzung geschieht. In unterschiedlichen Medienformaten, die meist in mehrteiligen Serien bzw. Blöcken angelegt sind, werden Versatzstücke des banalen Alltags aber auch der Kunst- und Kulturgeschichte zu einem weit reichenden assoziativen Netz verknüpft. In einem künstlerischen Aufwertugnsprozess wird den meist billig produzierten Ausgangsmaterialein (wie etwa Schirmkappen, Stofftaschen und andere textile Massenprodukte) ein eigenständiger Werkcharakter geschaffen. Das Objekt wird durch den Eingriff der Künstlerin ästhetisch aufgewertet und umgedeutet. Dabei werden beispielsweise Kinderhüte sorgsam zertrennt, in Einzelteile zerlegt, bemalt, umgeformt und neu gefügt. Das Produkt bekommt seine Aufmerksamkeit zurück. In der Grafik japanischer Gast ist dies mit billig industriell gefertigten Bändern geschehen, die somit eine zweite Chance bekommen.

Die Künstlerin hinterfragt in ihrer Arbeit gültige Wert- und Werkbegriffe indem sie die Produktions- und Rezeptionsbedingungen im Alltag als auch in der Kunst gleichermaßen in Frage stellt.

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